Hengst oder Wallach?

Der Asilaraber hat immer in kleinen Familienverbänden in seinem Ursprung und dann auch bei den Beduinen gelebt. Die Bande sind so stark, daß Hengste ihre Söhne nicht verstoßen, was bei anderen Pferderassen hingegen normal ist. Dieses innige Miteinander unter den Asilarabern sollte bei der Kastrationsfrage immer berücksichtigt werden, denn die Isolation ist noch härter für sie.

Meine Beobachtung ist, daß man Asile vom Kopf her gar nicht kastrieren kann. Wenn sie verliebt sind, oder sich einfach nur echauffieren, zeigen sie das ganze Repertoire eines Hengstes. Ein Wallach ist nicht geschlechtslos!

Der Geschlechtstyp muß auch beim Wallach vorhanden sein. Ich sage immer: Wenn ein asiler Wallach kein Kerl ist, wäre er als Hengst auch keiner gewesen.

Bebildert möchte ich es darstellen, wie zwei Wallache ihre damals 2jährigen Stuten vor einem Neuankömmling, auch Wallach, beschützen und auch ihre Besitzansprüche geltend machen. Bezeichnend und sehr interessant auch die Arbeitsteilung der Wallache.

(Brauner = Wallach, Schimmel = Wallache, Fuchs = Stute, Rappe = Stute)
 


Alarm! Die Wallache treiben die Stuten weg
 

 
und nehmen sie in die Mitte.
 


 
Der Schimmel hält die Stuten auf Position, während der Braune droht.
 


 
Den Schutz der Stuten übernimmt nun der Braune.
 


 
und der Schimmel prüft, ob von dem Neuankömmling (rechts) Gefahr ausgeht und auch, ob er eine Konkurrenz darstellt.
 

 

Szenenwechsel:

Das
auch ein Wallach ein Liebesleben hat, ist auf dem Foto unschwer zu erkennen.
 

 Rosi Straub