von Begrifflichkeiten Asil-SE

Antaeus al QusarDer Asil Club ist eine internationale Gemeinschaft zur Erhaltung und Pflege des Asilarabers. Die Definition für das verpflichtende Zuchtziel des Asil Clubs lautet:
Ein Asilaraber ist ein Pferd, dessen Abstammung ausschließlich auf die Beduinenzucht der arabischen Halbinsel zurückgeht, und bei dem zu keiner Zeit nichtarabische Pferde eingekreuzt worden sind.

In der Definition des Asil Clubs sind somit alle Labels/Begrifflichkeiten für die verschiedenen Blutlinien/Gruppen der Asilaraber enthalten. So auch die Asilen ägyptischer Blutführung. Hier haben wir die 2 % der Asilen die es nur noch gibt unter den Vollblutarabern unter einem Dach.

Zusätzlich gründete eine Züchtervereinigung die
Pyramid Society. Ziel dieser Züchtervereinigung war und ist die Erhaltung des authentischen Araberpferdes der Beduinen auf der Basis der im ägyptischen Stutbuch erfassten aslien Stammpferde.

Der Grundgedanke hierfür ist erst mal ein fördernder.

Was aber immer wieder zu Irritationen führt, ist folgendes:

„Die Pyramid Society Europe definiert ein rein ägyptisches arabisches Pferd als einen Vollblutaraber.“

Selbst in den Reihen der Liebhaber der ägyptischen Blutlinie findet die Verwechselung Egyptian mit Arabian statt. Der authentische Araber kommt aber nicht aus Ägypten. Man muss sich die Frage gefallen lassen, wie man aus einem arabischen Pferd ein ägyptisches machen konnte.

Erreicht wurde damit folgendes (z.B. Arabische Pferde, Susanne Spottke):
„Heute ist in der europäischen Vollblutaraberzucht von polnischen, spanischen, russischen oder ägyptischen Vollblutarabern die Rede.“

Dabei geht völlig unter, dass der Ägypter ein Asilaraber/Beduinenpferd ist und sich von den anderen Blutlinien wie polnischen, spanischen, russischen
darin abhebt, dass seine Abstammung auf den echten Ursprung des arabischen Pferdes zurückgeht.
Hier hat der Asil Club eine viel umfangreichere Arbeit für den Asilaraber geleistet. In dem oben erwähnten Buch wird der Asilaraber auch beschrieben aber als Gesamtes und mit Ursprungsangabe.

Das Label „Ägyptisch / Straight Egyptian“ hat dazu geführt, den „Straight Egyptian“ nur als Nachzuchtgebiet zu sehen also eine Beschränkung, denn d
er Ursprung ist immer noch das Beduinenpferd = der Ursprung bezieht sich immer auf das Original, die Quelle und das war die arabische Halbinsel. Ägypten ist also ein Nachzuchtgebiet der asilen Beduinenpferde.

Bei Ägyptisch spricht man über eine Ansammlung der Abbas Pasha Pferde. Das aber sehr spät noch Beduinenpferde wie El Deree, El Nasser, Mashaan, Nabras dem „ägyptischen Bestand“ hinzugefügt wurden, entzieht sich oft der Kenntnis. Man bedenke: Der Jahrhunderthengst Nazeer geht über die Venus. Alle samt aus Syrien! Dr. Mabrouk von der RAS begab sich noch 1936 in die syrische Wüste, um reinblütige Pferde zu bekommen. Die Stammpferde der Ägypter / Straight Egyptians waren Beduinenpferde, Syrer etc.

Ein Beduinenpferd wurde also zufällig ägyptisch. Nehmen wir Turfa, die es zufällig nicht wurde. Sie ging als Krönungsgeschenk nach England und von den Pferden, die den Königen Fuad und Farouk von Ägypten geschenkt worden waren, wurden wichtige Blutlinien begründet und in den 50er Jahren auf dem ägyptischen Staatsgestüt eingeführt. Eine Laune nur, dass Turfa nicht nach Ägypten kam und ihre Hufe nicht ägyptischen Boden berührt haben, sonst würde Turfa auch die Bezeichnung Ägyptisch tragen.

Alles hat seinen Anfang und das ist hier der Asilaraber/das Beduinenpferd.

Der Begriff Straight Egyptian / Ägyptisch ist somit irreführend. Denn wenn schon eine Klassifizierung vorgenommen werden soll, müsste es Straight Arabian heißen.
 

Im März 2011, Rosi Straub